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SAP FI Modul - SAP Finanzwesen

Ein Fachbeitrag von Peter Niemeier, Autor des Buches Schnelleinstieg ins SAP-Finanzwesen (FI)

SAP FI (Finanzwesen)

Allgemein wird SAP als Anbieter von Programmen für Enterprise-Resource-Planning (ERP) bezeichnet. ERP verfolgt das Ziel, alle in einem Unternehmen gebundenen Ressourcen möglichst effizient einzusetzen. Die Buchführung ist damit gewissermaßen in die Module Einkauf, Produktion, Verkauf integriert. SAP bildet anhand der Werteflüsse in einem Unternehmen dessen Geschäftsprozesse in der Software nach. Jeder Verkaufsprozess beginnt mit dem Einkauf der Rohstoffe. Die Planung und Umsetzung der betrieblichen Vorgänge erfolgt in allen drei Bereichen (Einkauf, Produktion, Verkauf) gemeinsam. Für die Finanzbuchhaltung entwickelte SAP das Modul Financials (FI). Dieses Modul erlaubt die Abbildung aller Vorgänge der Finanzbuchhaltung. Die Debitoren-, Kreditoren- und Anlagenbuchhaltung stellen Nebenbücher der Hauptbuchhaltung dar. Im Nebenbuch sind einzelne Vorgänge detaillierter dargestellt, während im Hauptbuch nur noch der Saldo ausgewiesen wird. Beispielsweise sind einzelne Forderungen gegenüber Kunden mit Zahlungsbedingungen und Detailinformationen im Nebenbuch gespeichert. Der Gesamtbestand der Forderungen spiegelt sich hingegen in einer Summe in der Hauptbuchhaltung wider.

Hauptbuch (FI-GL) und Nebenbücher (FI-AR / FI-AP / FI-AA)

Das wichtigste Buch bei SAP ist das Hauptbuch (General Ledger). Dies ist die Grundlage für Bilanz und GuV. Es ist gewissermaßen eine Zusammenfassung von Grund- und Hauptbuch. In der Buchhaltung unterscheidet man außerdem folgende Nebenbücher:

  • Kreditoren
  • Debitoren
  • Anlage
  • Kassenbuch
  • Wechselbuch
  • Scheckbuch


Im SAP-System werden Nebenbücher direkt im Programm geführt und sind mit dem Hauptbuch verbunden. Der jeweilige Saldo wird automatisch auf das entsprechende Konto im Hauptbuch übertragen.

Kontenplan

Das Verzeichnis aller Sachkonten ist der Kontenplan. Dieser enthält eine Vielzahl von Sachkontenstammsätzen, die üblicherweise nach Nummern sortiert sind. SAP stellt eine Fülle von Kontenplänen zur Verfügung, die den unterschiedlichen internationalen Rechnungslegungsvorschriften entsprechen. Daraus kann für jeden Buchungskreis der benötigte Kontenplan ausgesucht und entsprechend modifiziert werden, wie etwa Konten einfügen, ändern usw. Vorgegeben ist allerdings, dass einem Buchungskreis genau ein Kontenplan zugeordnet sein muss. Erst wenn ein sogenannter operativer Kontenplan im Buchungskreis vorhanden ist, können Buchungen vorgenommen werden. Ein Kontenplan darf aber durchaus mehreren Buchungskreisen zugeordnet werden. Diese Vorgehensweise kann sogar nützlich sein, etwa bei Definition eines Kostenrechnungskreises, der mehrere Buchungskreise zusammenfasst.

Sachkontenstammdaten

Ein Konzern ist gesetzlich dazu verpflichtet, einen konsolidierten Jahresabschluss zu veröffentlichen. Dieser fasst alle Vermögensgegenstände und Schulden sämtlicher zu einem Konzern gehörender Unternehmen (Buchungskreise) zusammen. Somit ist es von großer Bedeutung, dass einheitliche Konten gewählt werden. Dies gilt in gleichem Maße für alle anderen Auswertungen wie z. B. für die Kostenrechnung. Voraussetzung dafür, dass z. B. in einer konsolidierten Bilanz alle Vermögensgegenstände des Kontos »Pkw« zusammengefasst werden können, ist, dass in jedem Buchungskreis die gleiche Nummerierung für dieses Konto gewählt wird. Nur wenn dies gewährleistet ist, kann quasi auf Knopfdruck eine konsolidierte Bilanz erstellt werden. Da ein Konzern möglicherweise auch länderübergreifend tätig ist, muss hinterlegt sein, mit welcher Währung der Buchungskreis arbeitet bzw. welche Regeln für die Umsatzbesteuerung gelten. Da in je dem Land sowohl die Umsatzsteuergesetze als auch die Währung unterschiedlich sein können, führt SAP für die Sachkonten einen Allgemeinen Datensatz auf Mandantenebene (Kontenplanebene), der pro Buchungskreis um einen Datensatz erweitert wird.

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Autor

Peter Niemeier hat ein Studium der Wirtschaftswissenschaften absolviert. Hierbei lag der Schwerpunkt auf dem Gebiet des Jahresabschlusses nach nationalem und internationalem Recht. Begleitend hat er den Bereich Wirtschaftsinformatik besucht. Anschließend sammelte Herr Niemeier in der Steuerberatung umfangreiche Erfahrungen im Anfertigen von Jahresabschlüssen und den dazugehörigen Unternehmenssteuererklärungen. Seit nunmehr 10 Jahren liegt sein Tätigkeitsschwerpunkt auf dem Unterrichten - neben der Erwachsenenbildung auch im universitären Bereich. In seinen SAP-Kursen für verschiedene Weiterbildungspartner nimmt das Thema SAP Financials einen großen Umfang ein.

Autor des Buches Schnelleinstieg ins SAP-Finanzwesen (FI)

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